Erst Zusatzkosten vergleichen, dann Auto kaufen

Würde man ein Auto immer nach den eigenen Wünschen kaufen, statt auf die Möglichkeiten zu achten, wären wohl viele Menschen am finanziellen Abgrund zu finden. Das Auto wird schnell zur Kostenfalle, wenn man nicht vernünftig kalkuliert. Auch wenn man also gerne den großen Kombi fahren würde, sollte man beim Kleinwagen bleiben, wenn man nicht ein Argument für das Auto mit dem großen Kofferraum findet. Es ist nämlich nicht nur der Anschaffungspreis, der beim Autokauf zu bedenken ist – und zwar völlig gleichgültig, ob es sich um einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen handelt.

Was sind Zusatzkosten?

Jedes Auto, das betrieben wird, bringt Folgekosten mit sich: Zum einen laufende Kosten, zum anderen auch Unterhaltskosten, die nur einmal im Jahr oder bedarfsweise anfallen. Bedarfsweise fallen beispielsweise die Reparaturen an, müssen Sommerreifen und Winterreifen gekauft werden. Zu den Kosten pro Jahr zählen die Beiträge für die Versicherung und die KFZ Steuer. Diese nicht unerheblichen Punkte kann man im Internet klären: Ein Versicherungsvergleich bringt Fakten über die zu zahlende Autoversicherung mit sich; der KFZ Steuer Rechner, Service mancher Autobörse, zeigt auf, wie viel Steuern man zu zahlen hat. Schnell relativieren sich hier scheinbar günstige Fahrzeugangebote wieder, weil die laufenden Kosten einfach zu hoch sind. In die Kategorie Zusatzkosten sind auch die Spritkosten einzurechnen; dabei kann sich zum Beispiel für einen Pendler mit täglich weiter Fahrstrecke ein Auto mit günstigem Anschaffungspreis wegen horrendem Verbrauch an Kraftstoff schnell erledigen.

Günstiger Gebrauchtwagen, hohe Kosten?

Pauschale Aussagen sind zur Frage, ob ein Gebrauchtwagen, der recht günstig angeboten wird, teuer im Unterhalt ist, können nicht getroffen werden. Klar gibt es die Schwacke Liste als Anhaltspunkt für die Fahrzeugbewertung und spielen viele andere Details eine Rolle beim Verkaufspreis. Dazu zählen der allgemeine Zustand, sowohl in Sachen Rost und Unfallschäden, als auch im Innenraum, und die gefahrenen Kilometer. Auch werden das regelmäßige Durchführen der Kundendienste, vorhandene TÜV und ASU Belege und andere Details belegt. Die Familienkutsche mit 200.000 Kilometern auf dem Tacho, kaputten Rücksitzen und deutlichem Rost am Kotflügel wird also anders bewertet, wie das Auto vom Rentnerfahrzeug – zwar baugleich und ebenso alt, aber deutlich besser gepflegt, mit nur 90.000 Kilometern und ohne jeden Mangel. Dennoch ist es eine Tatsache, dass auch private Verkäufer die Preise für Spritfresser und steuerlich beziehungsweise in der Versicherung hoch eingestufte Autos niedriger ansetzen, um sie verkaufen zu können.